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SB- Schützenfest '98, Teil 2

Sauerländer Börse,
Festbroschüre Schützenfest 1998

Vielen Dank an Berthold Stamm für die klasse Unterstützung!!!
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Sauerländer Börse, Festbroschüre Schützenfest 1998, Seite 7-8:
Bilderbogen 1997
Fotos: Berthold Stammkorpo3
Warten aufs Antreten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

musik3
Der Musikverein aus Saßmicke

korpo1

Die 2. Korporalschaft

festzug1
Der Festzug kommt!

Die 7. Korporalschaft meldet an Olt. Reuber 1998
Meldung an den Vorstand

 

 

 

 

 

pfeiler
"Veiler 4" seit 1980













Sauerländer Börse, Festbroschüre Schützenfest 1998, Seite 9-10:

Schützenbruderschaft stiftete zwei hl. Messen
fenster1
St. Sebastian war von jeher Schutzpatron der Olper Schützen. Seit Gedenken hat der Schützenverein in der Olper Pfarrkirche einen besonderen, dem hl. Kreuz und dem hl. Sebastian geweihten Altar.
Unser Bild zeigt das von den "Alten Königen" gestiftete Buntglasfenster mit dem Bildnis des hl. Sebastian in der Agatha-Kapelle des Wohnpflegeheimes.
Foto: Berthold Stamm





Er trägt den Namen eines Heiligen, des hl. Sebastianus, unser Olper
Schützenverein. Wenn das nicht nur ein äußeres Etikett sein soll, ist es
selbstverständlich, daß auch die Pfarrchronik über den Schützenverein
berichtet.
Glücklicherweise liegt die “Geschichte der Pfarrei Olpe” (bis 1930) als
Buch vor, geschrieben von August Hirschmann, der von 1911 bis 1930
Pfarrer in Olpe war.
Tun wir einen Blick in diese gedruckte Chronik!
“Nach der Stadterhebung wurde das Weichbild der Stadt mit Befestigungen
umgeben. Wer sollte die Stadt aber schützen? In erster Linie die Bürger
selbst - und diese werden sich hier wie anderswo in einer Schützengilde
zusammengeschlossen haben, die später die Form einer
“Sebastianus-Bruderschaft” annahm (S. 45). Das war im Jahre 1311.
Vielleicht erinnert sich mancher: Als die Stadt 1986 das 675jährige
Jubiläum feierte, beging auch der Schützenverein seinen Geburtstag.
1524 wurde das Vikarie-Beneficium “Sanctae Crucis et Sebastiani” (vom
heiligen Kreuz und Sebastianus) gegründet. (Die Original-Urkunde
befindet sich im Pfarrarchiv von St. Martinus.). An der Gründung dieses
Beneficiums beteiligte sich damals auch die St.
Sebastianus-Schützenbruderschaft. Deshalb wurde der jeweilige Inhaber
des Vikarie Beneficiums kurz der “Schützenvikar” genannt. Der Vikar
erhielt jährlich von der St. Sebastianus-Bruderschaft 13 Radergulden =
91 RM in unserem Werte (S. 104).
Freilich gab es zwischen dem Pfarrer und den Schützen immer wieder
Spannungen. So beklagt sich Pastor Ermert (= 1716) darüber, daß die
Schützenbruderschaft eigenmächtig eine Wiese verkauft habe, die der
Kreuzkapelle gehörte, und dafür eine Fahne angeschafft habe (jeder weiß
es: Fahnen sind nicht billig!).
Am 19. Juni 1713 stiftete die Schützenbruderschaft zwei heilige Messen,
von denen die eine alljährlich am Feste des hl. Sebastianus, die andere
zu anderer Zeit zu lesen war. Jeder Schützenbruder war verpflichtet, den
beiden hl. Messen beizuwohnen. Fehlte einer ohne hinlänglichen Grund,
hatte er eine Maß Wein zu liefern, wovon die Hälfte dem Schützenvikar,
die andere Hälfte den Schützen zufiel. (S. 287f).
Aus dem Jahre 1819 wird berichtet, daß es immer schwieriger sei, neue
Mitglieder zu gewinnen. Am 8. Februar 1824 sagte der Schützenkönig, die
“Gesellschaft sei ganz aus dem Leim gekommen.” Im Jahre 1828 kam es zur
Neuorganisation. Aus der Bruderschaft wurde der Schützenverein. Der
damalige Pfarrer Rötger Hundt war kein Freund der Schützen. Im nächsten
Jahre erschien eine Verfügung der Regierung zu Arnsberg mit dem Inhalt,
daß den “Auswüchsen” beim Schützenfest zu begegnen sei (S. 376).
Am Vorabend des St. Sebastian-Tages (20. Januar) läuten in Olpe alle
Kirchenglocken. Darunter ist auch eine Glocke des Pallotti-Hauses, die
1925 vom Schützenverein geschenkt wurde.
In der alten St. Martinus-Kirche stand ein Altar “des heyligen Creutzes,
worauf ein seitlingß Patron der Heylige Sebastianus ist...” Der Altar
steht nicht mehr, wohl aber die Statue des hl. Sebastianus, vor der nach
der Meßfeier am St. Sebastians-Tag der Schützenvorstand die
Sebastianus-Litanei betet. - “Heiliger Sebastianus, bitte für uns!”
Karl-Wolfgang Müller, Pfarrer

Anm.: Die Abkürzung U. V. steht für Ulrich Viedenz

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