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Schützenfest-Sonderbeilage Sauerländer Börse Texte u. Bilder (folgen noch) mit freundlicher Unterstützung von Berthold u. Sylke Stamm – vielen DANK!!!!!!! keine Weiternutzung ohne vorherige ausdrückliche Zustimmung!
Seite 3: Sebastian Reither jubelt nach dem 104. Schuss
Der schärfste Konkurrent kam aus der eigenen Familie: Mit dem 104. Schuss setzte sich nach nur 39 Minuten schließlich aber doch der Sohn gegen den Vater durch. Sebastian Reither (Foto) holte vor einem Jahr auf dem Ümmerich das Wappentier von der Stange. Das Nachsehen hatte - nach zunächst zwölf Anwärtern - schließlich neben seinem Vater Wolfgang auch Leutnant Michael Neu, die beide bis zum Schluss verbissen um die Königswürde gekämpft hatten. Sebastian Reither (27) - er ist von Beruf Möbelkaufmann - zur Seite steht die zweitjüngste Schützenkönigin des Vereins, Jasmin Müller (19). Bereits mit 16 Jahren war im Jahr 1841 Auguste Gerlach Königin in Olpe. Mit dem neuen Königspaar freuten sich die Eltern und natürlich ganz besonders die 5. Korporalschaft, der Sebastian Reither als stellvertretender Korporalschaftsführer angehört und die damit auch wieder Königskorporalschaft wurde. mm
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Der Vorstand des Olper St. Sebastianus-Schützenvereins marschierte während des Landesmusikfestes im Festzug durch die Kreisstadt mit. Liebe Schützenbrüder, liebe Schützenschwestern, sehr geehrte Festgäste, nur noch wenige Tage und das Fest der Feste beginnt am Freitag, den 16. Juli mit der traditionellen Beffprobe auf dem Ümmerich. Die zahlreichen „Einlogger“ auf unserer Internetseite zeigen, dass bei vielen die Vorfreude auf unser Fest schon längst begonnen hat. Im Namen unseres Majestätenpaares Sebastian Reither und Jasmin Müller, unseres 25- jährigen Jubelkönigpaares Ulrich und Elsbeth Viedenz, unserer 40- jährigen Jubelkönigin Bärbel Kemper und im Namen des amtierenden Vorstandes wünsche ich Ihnen schon jetzt „Gudde Fierdahe“ und hoffentlich sehen wir uns vom 17. bis 19. Juli auf dem Olper Ümmerich. Ihr Schützenmajor Paul Imhäuser Major Paul Imhäuser bei seiner Ansprache auf dem Marktplatz.
Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit Von Wilma Ohly Kürzlich wurden in einer Umfrage die liebsten deutschen Wörter gekürt. Der Begriff „Liebe“ landete auf dem ersten Platz. Aber gleich danach belegt das Wort „Heimat“ Rang Zwei. Dieses Ergebnis ist wohl mehr als ein Lippenbekenntnis. Es drückt die Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit im Alltag und Glück in vertrauter Gemeinschaft aus. Aber wie lassen sich diese Wünsche erfüllen? Gewiss nicht durch einen Lottogewinn oder die Show vor dem Fernseher. Eine überzeugende Antwort gab kürzlich der Sauerländer Schützenbund. In Medebach, an der Grenze des kurkölnischen Sauerlandes zu Hessen, beging er sein 75-jähriges Jubiläum. Die christliche Verankerung der Schützenvereine kam in einem beeindruckenden Gottesdienst zum Ausdruck. Auch die evangelische Kirche kam darin zu Wort, denn die Zeiten, in denen nur Katholiken in die Schützenbruderschaften aufgenommen wurden, sind vorbei. Etwa 120 Delegationen der Schützen mit ihren prächtigen, wertvollen Fahnen zogen zu den Klängen von „Tochter Zion“ in die Medebacher Kirche ein. Als Holger Harnischmacher die Fahne unseres Olper Schützenvereins durch das mächtige Kirchenschiff trug, war dies mehr als ein Zeichen der Verbundenheit unseres St. Sebastianus Schützenvereins mit dem Sauerländer Heimatbund. Es weckte auch die dankbare Erinnerung an seinen Vater Ludger, der oft bei Jubiläen den Federhut des Sauerländer Schützenvorstandes getragen hatte. Vertrauter war ihm aber wohl seine Olper Schützenkappe gewesen, hatte er doch lange Jahre im Schützenvorstand engagiert gearbeitet. Und seine übergroße Freude, als er 1985 den Vogel schoss und vor Begeisterung immer wieder ausrief: „Ich hab ihn, ich hab ihn!“ bleibt unvergessen. In seiner sinnreichen und zugleich witzigen Festansprache deutete Abt Stephan Schröer aus der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede das Motto des Sauerländer Schützenbundes als Auftrag für eine hoffnungsvolle Gestaltung der Zukunft, denn den Schützenvereinen traut er die Kraft und das Engagement zu, Fortsetzung nächste Seite
S. 6 + 7: Schützen feiern ein Fest des herzlichen Miteinanders
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sich ehrenamtlich und glaubwürdig in unseren Dörfern und Städten um die Mitmenschen zu bemühen. Sie sind ein Vorbild an Heimatliebe. Mit ihrer Gastfreundschaft, ihrer Traditionspflege und ihrer Offenheit für die Anliegen der Gegenwart sind sie eine wertvolle Klammer für die Gemeinschaft. Und dass auch die Jugend sich daran orientiert, beweist wohl jedes Schützenfest. Eine Frage blieb jedoch in der klugen und beeindruckenden Rede von Abt Stephan Schröer offen, als er den Ordensgründer, den hl. Benedikt zitierte, der vor 1500 Jahren in seinen heute noch gültigen Ordensstatuten eigentlich alles geregelt hat. Fürs Essen und Trinken gibt die Ordensregel im Sinne einer herzlichen Gastfreundschaft genaue Hinweise. So billigt der hl. Benedikt den Ordensbrüdern zu ihrer Mahlzeit „ein Häfele“ edlen Getränks zu. Aber wie viel ist ein Häfele? Für die Mönche in Königsmünster mag das ein Glas Wein sein, für deren Ordensbrüder in Bayern eine ordentliche Maß Bier. Ich frage mich, welche Maßeinheit für „das Häfele“ auf unserem Ümmerich gilt, damit unser Schützenfest zu einem frohen Erlebnis wird. Eines weiß ich jedoch genau: wie voll oder leer das Glas auch sein wird, ein Fest der Freude und des herzlichen Miteinanders wird unser Hochfest auch in diesem Jahr werden. In diesem Sinne wünsche ich „Gudde Fierdage“. Wilma Ohly aus Olpe ist Stellvertretende Vorsitzende des Sauerländer Heimatbundes
Ihm lag bei der Gestaltung des Königsordens besonders am Herzen, die Dinge zu zeigen, die ihm am Schützenfest besonders wichtig sind. Für Schützenkönig Sebastian Reither sind dies die neun Korporalschaften, die Gemeinschaft der Korporalschaftsführer und die „Vereinigung der Alten Könige“. Symbolisiert und auf dem Königsorden verewigt wird dies durch den Gewehrschmuck der 5. Korporalschaft (Fingerhut und Farnkraut), die Korporalschaftsführerschleife und das für das Jubiläum der „Alten Könige“ entworfene Wappen, einem vergoldeten Eichenlaub mit dem eingravierten Schriftzug „Alte Könige, 75 Jahre, 1929 - 2004, im St. Sebastianus-Schützenverein Olpe e.V.“. Übergeben an den Schützenmajor wurde der Orden bei der Bierprobe an Fronleichnam auf dem Olper Schützenplatz. Ganz nah zu betrachten ist er an der Königskette noch bis Freitag, 16. Juli im Schaufenster bei „Anno Schulte“ am Markt, danach bei den Festzügen am König.
S. 8+ 9: Eintrittskarten sichtbar tragen Der Vereinsvorstand hat wieder einen professionellen Sicherheitsdienst verpflichtet. Damit soll erneut verhindert werden, dass Personen ohne gültige Mitglieds- oder Eintrittskarte auf den Schützenplatz gelangen. Personen ohne Eintrittsberechtigung werden konsequent durch den Sicherheitsdienst bzw. des Vorstandes des Platzes verwiesen, ebenso diejenigen, die zum unbefugten Betreten des Platzes wie auch immer helfen. Der Vorstand weist darauf hin, dass Mitgliedskarten deutlich sichtbar und ungefaltet zu tragen und nicht übertragbar sind.
Herren / Damen 3-Tageskarte 28,- / 14,- EUR Samstag 10,- / 5,- EUR Sonntag 10,- / 5,- EUR Montag 12,- / 6,- EUR Montagnachmittag/-abend 10,- / 5,- EUR Jugendliche Damen 3-Tages-Karte 6,- EUR Ermäßigungen: vom Eintritt befreit sind Vereinsmitglieder, die Wehrdienst bzw. Zivildienst leisten. Berufsund Zeitsoldaten, Schwerbehinderte, Schüler, Studenten und Auszubildende erhalten keine Ermäßigungen. Die restlichen Mitgliedskarten können bis Freitag, 16. Juli zwischen 9.00 und 16.30 Uhr (Donnerstag bis 17.30 Uhr) im Kreditinstitut an der Westfälischen Str. und während des Schützenfestes an der Tageskasse abgeholt werden. Für telefonische Rückfragen bezüglich der Mitgliedskarten ist Edelgard Nitschke unter der Tel. 02761/898-137 erreichbar. Während der Schützenfesttage werden keine neuen Mitglieder aufgenommen. Der Bierpreis beträgt 1,45 EUR für ein 0,25 l Glas.
Das Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster und das Olper Schützenfest sind zwei Begriffe, die sich nicht mehr so ohne weiteres von einander trennen lassen. Keine Kapelle war so oft Gast in Olpe und kein Musiker kennt die die musikalischen Vorlieben der Olper besser, als die Tanzkombo des LMK 3. Auch in diesem Jahr werden die hochmotivierten Musiker mit neuem Programm den Olper Schützenbrüdern und -schwestern wieder richtig einheizen. Dabei wird besonders Wert darauf gelegt, dass sowohl klassische Tanzmusik, aber auch moderne Hits Alt und Jung begeistern.
St. Sebastianus-Schützenverein Olpe Am 17., 18. und 19. Juli 2004 wird in althergebrachter Weise das Olper Schützenfest gefeiert Schützenfest-Samstag 12.30 Uhr Abholen der Festmusik am Bahnhof 15.00 Uhr Antreten auf dem Marktplatz, Festzug durch die Stadt zum Schützenplatz 18.15 Uhr Konzert auf dem Schützenplatz, Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim 20.30 Uhr Musik und Tanz 0.30 Uhr Antreten auf dem Tanzboden, Abmarsch in die Stadt, Abliefern von König und Fahne im „Alten Pastorat“ am Marktplatz Schützenfest-Sonntag 11.45 Uhr Konzert, Frühschoppen auf dem Marktplatz 15.00 Uhr Antreten auf dem Marktplatz, Festzug durch die Stadt, Marsch zum Schützenplatz, dort Konzert, Kinder- und Königspolonaise, Freibier und Tanz 17.15 Uhr Kinderbelustigung und Quatschausgabe 18.00 Uhr Konzert auf dem Schützenplatz Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim 18.15 Uhr Kinderpolonaise 19.15 Uhr Königspolonaise 20.30 Uhr Musik und Tanz 0.30 Uhr Antreten auf dem Tanzboden, Abmarsch in die Stadt, Abliefern von König und Fahne Schützenfest-Montag 8.00 Uhr Schützenhochamt in der St.-Martinus-Kirche, anschl. Gefallenenehrung, Vogelschießen auf dem Schützenplatz, Konzert der Festmusik 13.30 Uhr Königsproklamation auf dem Tanzboden 16.00 Uhr Antreten auf dem Marktplatz, Festzug durch die Stadt zum Schützenplatz, dort Konzert, Unterhaltung, Polonaise, Freibier und Tanz 18.15 Uhr Konzert auf dem Schützenplatz Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim 19.15 Uhr Königspolonaise 20.30 Uhr Musik und Tanz Dienstag früh Antreten auf dem Tanzboden, Abmarsch in die Stadt, Ausklang des Festes Festmusik Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim, Leitung Oberstleutnant Bernd Faber. In den Festzügen am Samstag und Sonntag wirken außerdem mit der Musikverein Saßmicke unter Leitung von Ralf Burghaus, der Musikverein Frenkhausen unter Leitung von Norbert Groß (auch Montag), das Tambourcorps des Schützenvereins Olpe, Leitung Tambourmajor Heinz Heider, das Tambourcorps der Freiw. Feuerwehr Fleckenberg, Leitung Michael Rörig und das Tambourcorps Ottfingen, Leitung Ansgar Eichert. Festwirtschaft: Rainer Kloppe, Arnsberg Speisewirtschaft: Georg Wolfschläger, Olpe-Neger
Seite 10: Stilvolle Atmosphäre auf dem Ümmerich - aufgenommen im Jahre 1931. Blick ins Hauptbuch vor 100 Jahren Das Königliche Amtsgericht in Olpe hat den Unterzeichneten wiederholt aufgefordert, die Eintragung des Schützenplatzes, Flur II, N° 89, in das Grundbuch zu veranlassen. Dies war jedoch nur zu bewerkstelligen durch Eintragung sämtlicher Schützenbrüder als Eigentümer oder durch Eintragung des Vereins in das Vereinsregister des Königl. Amtsgerichts. Ersteres war wegen der sehr großen Mitgliederzahl kaum möglich, deshalb entschloß sich der Vorstand für den zweiten Modus. Auf Grund der z. Zeit bestehenden Statuten konnte jedoch die Eintragung nicht erfolgen, weil diese den gesetzlichen Vorschriften nicht genügten. Es wurde daher von dem Unterzeichneten der hiesige Rechtsanwalt Dr. Junker zu Rate gezogen. Herr Dr. Junker erklärte sich in dankenswerter Weise sofort bereit, einen Entwurf der neuen Satzung kostenlos vorzufertigen. Der Vorstand genehmigte in seiner Sitzung am 3.12.1903 nach einem Referat des Herrn Dr. Junker den Entwurf einer Satzung durch Letzteren. In der Vorstandssitzung am 30.12.03 wurden die neuen Satzungen vorgelegt, gründlich beraten und nach einigen Änderungen einstimmig angenommen. Am 20. Januar, dem Feste des hl. Sebastianus erfolgte die Unterzeichnung vom Vorstande und am 21. März 04 die Eintragung in das Vereinsregister des Königl. Amtsgerichts unter N° 4. Eine Abschrift der Satzungen mit den Originalunterschriften nebst der Urkunde über die Eintragung befindet sich bei den Vereinsakten. Die neuen Satzungen bedingten den Erlaß von ergänzenden Bestimmungen. Zur Ausarbeitung derselben wurde eine Kommission gewählt, die mit regem Eifer in mehreren Sitzungen die Bestimmungen feststellte. Bereits am 6. April konnte der Entwurf dem Gesamtvorstande vorgelegt werden, der denselben nach eingehender Beratung und einigen unwesentlichen Änderungen genehmigte. Die Satzungen nebst Anhang sollen gedruckt und jedem Vereinsmitgliede unentgeltlich zugestellt werden. Die Eintragung des Schützenvereins in das Grundbuch ist am 6. Mai 1904 erfolgt auf das Grundbuchblatt Olpe Stadt, Band 28, Blatt 82. J. Schürholz
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Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, liebe Gäste! Zum Olper Schützenfest 2004 darf ich als diesjähriger Schützenvikar alle Teilnehmer und Gäste begrüßen und den Verantwortlichen einen guten Festverlauf wünschen. Schützenfest ist in Olpe ein Hochfest der bürgerlichen Gemeinschaft und ein Höhepunkt im Ablauf des Jahres. Solche Höhepunkte werden bei uns ermittelt nach der Höhe der erreichten Besucherzahl, dem Umsatz der Festwirtschaft, dem Stimmungsverlauf vom Vorfeld bis zum Ausklang. Diese äußeren Daten werden zusätzlich noch gespickt durch die kleinen zwischenmenschlichen Begegnungen, Versprechen, Versöhnungen, aber auch Entzweiungen und Streitereien, also all dem, was am Rande der offiziellen Festfolge Menschen voneinander mitteilen oder übereinander gewahr werden. Hochfeste erlauben uns, dass wir einmal nicht in unserer kleinen Alltagsbesetzung immer dieselbe schwere Rolle spielen müssen, sondern zu einer großen Aufführung einen kleinen Beitrag leisten können. Vor einigen Wochen war der neue Erzbischof von Paderborn, Hans Josef Becker, im Dekanat Olpe zur Visitation und Firmung. Es hat ihm bei uns sehr gut gefallen, wenngleich ihm auch klar war, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Nach einem Besuchstermin zitierte er die Erkenntnis seines Großvaters: „Der Herrgott hat die Welt in nur sechs Tagen gemacht, aber entsprechend puckelig ist sie auch geworden“. Diese beherzte Deutung im Hinblick auf das Werk des Schöpfers unterscheidet sehr fein, dass etwas unförmig sein kann, aber deswegen nicht unordentlich sein muss. Wie Gott als Schöpfer es vermochte, eine Ordnung zu geben, wird er als Vollender auch vermögen, Ordnung zu erkennen. Auf unseren manchmal krummen Lebenszeilen schreibt er doch gerade. Dafür ist und bleibt er Grund des Lebens. Auch der hl. Sebastian wurde von manchen Pfeilen gekrümmt, aber aus der Bahn geworfen wurde er dadurch nicht. Für die anstehenden Tage des Schützenfestes wünsche ich Freude, Ausdauer und Gottes Segen. Pfarrer Clemens Steiling von St. Martinus schließt sich meinen Wünschen an. Ihr Friedhelm Rüsche Schützenvikar und Pfarrer an St. Marien
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Was gut war, kommt wieder. So kann die Verpflichtung des Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim als Festmusik beschrieben werden. Oberstleutnant Bernd Faber, der vor 25 Jahren (damals als Hauptmann) seinen ersten Auftritt mit dem HMK 12 auf dem Ümmerich hatte, freut sich sehr auf Olpe. Das HMK 12 - benannt nach der ehemals in Veitshöchheim residierenden 12. Panzerdivision - wurde 1962 in Fürstenfeldbruck als Luftwaffenmusikkorps 5 aufgestellt. Nach diversen Umstrukturierungen und Verlegungen wurde es im Herbst 2002, kurz vor seinem 40. Geburtstag, der neuen Division für Luftbewegliche Operationen unterstellt, deren Divisionsstab sich in Veitshöchheim befindet. Das Orchester genießt einen hervorragenden Ruf als Botschafter der Bundeswehr mit sinfonischer Blasmusik aller denkbaren Stilrichtungen. Neben ungezählten militärischen Auftritten erfreuen sich besonders die Konzerte größter Beliebtheit. Seit Juli 2003 wird das Orchester von Oberstleutnant Bernd Faber geführt.
Samstag, 17. Juli 2004, 18.15 Uhr Schützenplatz Kreuzritter-Fanfare R. Henrion Carmen G. Bizet Aranjuez Rodriguez 76 Trombones Meredith Willson Soldatenlieder-Medley arr. Manfred Gätjens Rosamunde Jaromir Vejvoda Deutschmeister-Regimentsmarsch W.-A. Jurek Sinatra in Concert Beyond the Sea Charles Trenet Per Aspera ad Astra Ernst Urbach Oldies for ever arr. Bernd Rabe Lili Marleen Norbert Schulze Olper Schützenmarsch E. Zeuchner Sonntag, 18. Juli 2004, 11.45 Uhr Marktplatz Viribus Unitis Joseph Bach The Hounds of Spring Alfred Reed König Ludwig II. - Marsch Georg Seifert The Beatles arr. John Higgins Ein Amerikaner in Paris George Gershwin Bugler¥s Holiday Leroy Anderson Prager Gassen Jaroslav Zeman Michael-Medley Michael Jackson Die tollkühnen Männer in ihren... Ron Goodwin Petite Fleur Charles Trenet Jesus Christ Superstar Andrew Lloyd Webber Olper Schützenmarsch E. Zeuchner Sonntag, 18. Juli 2004, 18.00 Uhr Schützenplatz Florentiner Marsch Julius Fucik Swinging Glenn Miller Manuskript Fliegermarsch Hermann Dostal James Bond 007 Manuskript Gruss an Böhmen Vaclav Vackar Fandango Frank Perkins Rosen aus dem Süden Johann Strauß, Sohn Marsch der Medici Johann Wichers Rund um den Globus arr. H.J. Rhinow San Lorenzo-Marsch C.A. Silva Olper Schützenmarsch E. Zeuchner Montag, 19. Juli 2004, 8.00 Uhr Schützenhochamt Feuerwerksmusik G.-F. Händel Toccata u. Fuge Frescobaldi Pavane in Blue Ted Higgins Choral and Rock out Ted Higgins Parademarsch Nr. 1 Julius Möllendorf Montag, 19. Juli 2004, 10.00 Uhr Schützenplatz Die Regimentskinder Julius Fucik Visite to George Gershwin arr. Vlad Kabec Saint Louis Blues-Marsch William-C. Handy Spanischer Zigeunertanz P. Marquina Über den Wolken Reinhard Mey Abba - Cadabra Manuskript Mir sein die Kaiserjager Joh. Mühlberger Malaguena Ernesto Lecuona Favoritenmarsch H.-Felix Husadel Olper Schützenmarsch E. Zeuchner
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1939 - beim letzten Fest vor dem Krieg - wurde ausgelassen auf dem Ümmerich gefeiert.
Zwei Bogenlampen erhellen den Ümmerich Strom wurde unentgeltlich geliefert ï Blick ins Hauptbuch aus dem Jahr 1904
Aus dem Hauptbuch Im Jahre 1904 sind wieder mancherlei Neuigkeiten und Verbesserungen geschehen, die für unseren Verein und unser schönes Volksfest einen großen Fortschritt bedeuten. In erster Linie ist außer der Eintragung ins Vereinsregister die Errichtung einer elektrischen Lichtanlage zu betonen, die uns durch das Entgegenkommen der Direktoren der hiesigen Rheinisch-Westfälischen Kupferwerke, der Herren Hubert & Joseph Heße ermöglicht wurde, da diese uns nicht nur den Anschluß an ihre elektr. Leitung gestatteten, sondern sich auch bereit erklärten, den Strom unentgeltlich zu liefern und das erforderliche Kupferkabel leihweise herzugeben, so daß unser schöner Festplatz, der bisher nur notdürftig mit Petroleum beleuchtet wurde, nun im hellsten Lichte erstrahlt. Vorläufig sind 2 Bogenlampen und 38 32kerzige Glühlampen angebracht, letztere sollen jedoch in den nächsten Jahren noch vermehrt werden. Auch die Stadtvertretung von Olpe hat dem Verein von Neuem ihre Sympathien bewiesen, durch kostenlose Hergabe der erforderlichen Tannenmasten aus dem der Stadt gehörenden Gallenberge. Die Leitung wurde hergestellt durch die Firma Louis Welter & Co in Cöln und Uhrmacher Ferd. Bischoff in Olpe. Die Kosten betrugen M. 690,-. Am 11. Juli Abends fand die Probebeleuchtung statt, zu der eine große Anzahl Olper Bürger erschienen war. Der Olper Musikverein gab aus dem Anlaß ein Konzert auf dem Schützenplatze. Mit einem freudigen Hurra wurde das erste Aufleuchten des schönen Lichtes begrüßt. Es ist ferner zu erwähnen die Anpflanzung von Linden auf dem Schützenplatze, namentlich auf dem freien Platze bei der Vogelstange. Für die Überlassung des Schützenplatzes an andere Vereine etc. wurden feststehende Bedingungen aufgestellt, die dem Verein eine bessere Einnahme sichern. Zum erstenmale war in diesem Jahre auf dem Schützenplatze ein Briefkasten angebracht. Daß diese Neuerung ein Bedürfnis war, erhellt daraus, daß mehrere Hundert Ansichtskarten dem Briefkasten entnommen wurden. Die Entleerung und Beförderung der Briefschaften zum Postamte geschah durch den Verein. J. Schüholz
Der Schießstand war schon mit fast 5000 Besuchern dicht umlagert, als sich vor 25 Jahren langsam die Kandidaten im Wettkampf um die Königswürde einstellten. Aus den Erfahrungen früherer Jahre klug geworden, trat der bald 50-jährige Ulrich Viedenz jedoch erst nach der Feuerpause in den Kreis der Königsanwärter. Mit dem 81. Schuss trennte er schließlich das Wappentier vom sogenannten „berühmten Faden“. Es war ein richtiger Beamtenschuss, so wurde gefrotzelt. Ulrich Viedenz hatte sich nach seinem Schuss bereits enttäuscht abgewandt, als sich der Rest des Vogels unter dem Jubel der Zuschauer doch noch aus dem Kugelfang löste. Zur Königin wählte der Niederlassungsleiter eines heimischen Kreditinstitutes seine Ehefrau Elsbeth. Der gestiftetet Königsorden zeigt als Motiv das renovierte Kreditinstitut an der Westfälischen Straße, der Spruch auf dem Orden lautet: „Freude ist die glückliche Schwester der Tugend Sparsamkeit!“ Das Heeresmusikkorps 12 aus Würzburg unter Leitung von Bernd Faber spielte zur Festmusik auf. Das Motto von Ulrich Viedenz lautet: „Feste kann man nur feiern mit Menschen, die man gern hat. Wenn alles echt ist, herzlich und spontan, dann ist es erst ein Fest, ein richtiges Schützenfest. Trotz aller Sorgen gilt immer noch: Harmonie, Freude, Geselligkeit und Ausgleich untereinander mögen unser aller Bestreben sein!“
Jubelkönigspaar Ulrich und Elsbeth Viedenz
Seite 24 + 25 Die „Alten Könige“ wurden vor 75 Jahren ins Leben gerufen Pflege der gemeinschaftlichen Beziehungen Die Ideale des Schützenvereins sollten gefördert und die ehemaligen Könige vereint werden. Herbert Hesse, amtierender Schützenkönig des Jahres 1929 und Leutnant des Vereins, ergriff vor genau 75 Jahren die Initiative und rief zur Gründung der „Vereinigung der Alten Könige“ auf. 27 Könige waren anwesend (zwei erkrankt); zum ersten Sprecher gewählt wurde Walter Ruegenberg (Fabrikant aus der Westfälischen Straße), der 1927 den Vogel geschossen hatte. Eine Satzung wurde nicht erstellt, denn für einen Schützenbruder gilt die Satzung des Schützenvereins. Die Pflege der gemeinschaftlichen, brüderlichen Beziehungen untereinander steht in dieser Vereinigung im Vordergrund. Die „Alten Könige“ treffen sich selbstverständlich auf Schützenfest und sie nehmen nach Möglichkeit an den Umzügen teil. Es geht alles so zu, wie es jeder Schützenbruder auf Schützenfest erlebt. Seit jeher gilt die Bitte der Schützenbrüder „Komm, lass uns einen trinken!“. Damit wird dargelegt: „Ich bin dir gut“, „Dasselbe erwarte ich auch von dir!“ So ist es in Olpe Brauch. Das Verständnis heißt: Für-ein-ander, das fördert das Mit-ein-ander. Die Freude mit dem amtierenden Schützenkönig wird geteilt, insbesondere auf Schützenfest-Montag, wenn der neue König den „großen Schuss“ getan hat. An den Rotweintischen wird dem neuen König zugejubelt; dazu spielt die Festmusik. Im Kreise der Alten Könige wird gern der Historie gedacht und erinnert. Leider sind bei dem großen Stadtbrand von 1795 die alten Bruderschaftsbücher und die weiteren Analen der Schützengesellschaft dem Feuer zum Opfer gefallen. Doch einiges des früheren Geschehens ist an anderen Orten nachlesbar. Auch sind Aussagen unserer Väter und Vorväter als heimatliches Gut erhalten geblieben. 1828 haben beherzte Männer in Olpe eine neue Ordnung im Schützenwesen geschaffen. Die neue Satzung vom 28. Mai 1828 hat die bisherige Bedeutung des Schützenkönigs in den Rahmen gesetzt, so wie wir es heute kennen. Bis 1827 waren die Schützenkönige gleichzeitig Vorsitzende der Gesellschaft. Viele Geschichten ranken sich um die Alten Könige in den Jahren seit 1828. Erst 100 Jahre später kam es zur Gründung Frohe Feiertage und viel Vergnügen auf dem Ümmerich! seite24.qxd 02.07.04 14:27 Seite 1 der „Vereinigung der Alten Könige“. So wird auch mit der Chronik der Vereinigung ab 1929 begonnen. Eine Ehrung eines 50jährigen Jubel-Königs nimmt der Schützenvorstand unter Leitung seines Majors vor. Die Erfahrung auf diesem Gebiet war gering, denn erst der König von 1837 konnte 1887 mit dem Jubelorden geehrt werden. Es war Josef Gastreich (1808 - 1889), Tapezierer, er wohnte in der Felmicke und wurde auch „Potemann“ genannt. Der zweite Jubelkönig war der König von 1847, Kaspar Freusberg (1808 - 1900), Assessor, später Kreisgerichtsdirektor, geboren auf Burg Bilstein. 1897 nahmen Vorstand und alte Könige an seiner Jubiläumsfeier teil. 1899 verlieh ihm die Stadt Olpe die Ehrenbürgerrechte. Die Familie Freusberg zog 1818 nach Olpe, als diese Kreisstadt wurde. Sie wohnte später in der Frankfurter Straße (heute Altes Pfarrhaus). Ein großes Königs-Jubiläum wurde 1935 begangen. Das Königspaar von 1885, Theodor Voß und Maria Hesse, die spä- tere Frau des Oberbürgermeisters von Recklinghausen P. Heuser, war angetreten, um ihr Jubelfest feierlich zu begehen. Schützenfest-Sonntag hatten die Alten Könige eine Hl. Messe, zelebriert von Schützenvikar Moritz Strawe, in der Pfarrkirche bestellt. Schützenvorstand und Alte Könige begleiteten das Jubelpaar ab Haus Hesse, in der Wüste, zur Pfarrkirche. Nach dem Hochamt versammelte man sich im Hause Hesse zur Gratulation und die Militärkapelle Gießen spielte zum Ständchen auf. Herbert Hesse, Neffe der Jubelkönigin, begrüßte im Auftrage seiner Tante und des Alten Königs Theodor Voß die Vorstandsmitglieder und die Alten Könige. AK-Sprecher Walter Ruegenberg rühmte in seiner Laudatio die innere Verbundenheit der Familien Hesse und Voß zur Stadt Olpe und dem St. Sebastianus Schützenverein. Natürlich habe die Familie Hesse diesen Schützengeist seit Jahrhunderten bewiesen und treu bewahrt. Der Vater und auch die Brüder sind Schützenkönig und Schützenmajore gewesen. Jubelkönig Theodor Voß (1859 - 1939), Dreher, wohnhaft in der Bergstraße l, stammte aus einer uralten Olper Familie. Er war Stadtvertreter und schließlich Beigeordneter in der Stadt Olpe. Das Geschenk der Alten Könige war ein Bild; das alle weiteren 31 alten Könige darstellte. Der Chronist schreibt: „Reich und arm, jung und alt, so wie sie den Vogel geschossen haben, sind um das Jubelpaar gruppiert, wie sie auch an den Festtagen in alter Treue zusammenstehen.“ Ulrich Viedenz Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Ihre Partner in allen Fragen der ambulanten Pßege und Hilfen im häuslichen Bereich. AKC Alten- und Krankenhilfe der Caritas gGmbH Die „Vereinigung der Alten Könige“ stellte sich bei der diesjährigen Ordensübergabe fast vollständig dem Fotografen.
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Schutzpatron des Olper Schützenvereins ist seit jeher der Pestheilige Sebastianus. Dieser Heilige entspricht analog dem weltlich-kirchlichen Schützengedanken der Forderung nach militärischer Tapferkeit und christlichem Bekennertum. Er war Befehlshaber der kaiserlichen Leibwache unter Diokletian und fiel 290 n. Chr. unter den Pfeilen von Bogenschützen, da er dem Christentum nicht abschwören wollte. Seit Gedenken hatte der Schützenverein in der Pfarrkirche einen besonderen, dem hl. Kreuz und dem Schutzpatron geweihten Altar. Zu diesem Altar stellte der Schützenvorstand eigene Provisorien, d. h. Mitglieder, denen die Aufgabe zufiel, für den Altar zu sorgen und sich darum zu kümmern, dass alle dem Schützenvikar zustehenden Stiftungen diesem auch wirklich zugute kamen. In der im Jahre 1909 erbauten neuen St. Martinus-Pfarrkirche zierte ein Bildnis des hl. Sebastian ein vom Schützenverein gestiftetes Fenster. Treu dieser Tradition übernahm der Verein beim Wiederaufbau der durch Bomben zerstörten Kirche die Kosten für die Errichtung der St. Sebastianus-Nische. Die Ausschmückung der Nische mit Blumen und Kerzen sind heute wie von jeher Verpflichtung des St. Sebastianus-Schützenvereins. Unser Foto zeigt ein Bildnis des St. Sebastian im Grünewald-Altar im Museum díUnterlinden, Colmar
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