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Jedes Jahr findet vor Schützenfest eine Pressekonferenz mit allen aktuellen Informationen zum bevorstehenden Fest. Nachfolgend die Presseartikel:
Westfalenpost v.
30.06.2000
"Alle schon heiß auf Schützenfest" Von Herbert Kranz
Olpe. (WP) Die Festmusik steht fest
(Luftwaffenmusikkorps 3), die Festzüge sind geplant, das Bier ist bestellt und wird bereits ab Montag, 3. Juli (!), vorgekühlt, die notwendigen Baumaßnahmen sind längst in Angriff genommen. In 14 Tagen geht das
Trömmelchen. "Wir sind alle schon heiß auf Schützenfest", fasste Major Paul Imhäuser es gestern in Worte.
Wie weit die Vorbereitungen gediehen sind, machten die Oberleutnante deutlich. Dirk Rumpff freut sich, dass das LMK 3 aus Münster,
Leitung Oberstleutnant Lutz Bammler verpflichtet werden konnte. Für die Festzüge fällt die Martinstraße in diesem Jahr aus. Der Dreifachzug wird auf der Bruchstraße stattfinden. Auf die Kinder wartet am Sonntag
nicht nur die Kinderpolonaise, sondern vorher auch Zauberer Peter Meurer.
Besonderes Augenmerk richtete Meinolf Schneider auf den Seniorennachmitag am Freitag, 14. Juli. Ohne Altersgrenze sind alle älteren Olper
eingeladen. Kaffee, Kuchen und Getränke sind kostenlos, ein Fahrdienst sorgt für den Transport zum und vom Ümmerich. Sorgen macht dem Oberleutnant der Wirtschaftskommission immer noch der Glasbruch.
Ganz andere Sorgen hat Rendant Alfons Neuhaus. Um der "Besucher" Herr zu werden, die ohne Eintrittsgeld feiern wollen, wird
nicht nur der Sicherheitsdienst verstärkt, sondern auch eine Reihe von Maßnahmen geplant: Die Mitgliedskarte ist sichtbar zu tragen (nicht in Geldbeutel oder Tasche), sie ist nicht übertragbar. Kontrollen sind
geplant. Das gilt auch für die Tageskarten, deren Gestaltung überarbeitet wurde. Jugendliche unter 16 (14, 15 Jahre alt) sollten einen Ausweis dabei haben.
Wer Eintritt gezahlt hat, kann dann auch im Schatten der Vogelstange sein Bier bestellen. Dort (oberhalb Eingangsbereich) entsteht ein
Standplatz für ein Bierrondell nebst Sitzegelegenheiten, so Ralf Lorenz. Bei Sonneneinstrahlung wird ein Riesen-Schirm aufgespannt.
Besonders erfreulich: Mitgliedsbeitrag, Eintrittspreise und Bierpreis bleiben unverändert.
Westfälische Rundschau v.
03.07.2000
"So mancher Kranke ist hier oben wieder gesund geworden"
Olpe. (-alex-) "Wir sind heiß auf Schützenfest", freut sich Paul Imhäuser, Major der Olper St.-Sebastianus-Schützen schon auf
das bunte Treiben in der City und im größten Biergarten der Region. Gleichzeitig sind die Schützen aber auch ein bisschen traurig. Dirk Rumpff: "Der Dreifach-Zug wird den Baumaßnahmen in der Martinstraße zum
Opfer fallen."
Drei Schützenreihen nebeneinander sind auch nach Abschluss der Straßenbauarbeiten nicht mehr möglich: Der mit Bäumen bepflanzte
Mittelstreifen steht im Wege. Aber die St.-Sebastianus-Schützen bleiben am Ball. "Wir können warten", betont Dirk Rumpff. Und Major Paul Imhäuser ergänzt augenzwinkernd: "So lange, bis die Straße
wieder aufgerissen wird."
Auf den geliebten Dreifach-Zug will der Schützenverein allerdings trotz aller Widrigkeiten nicht verzichten. Die Vereinsspitze hat
kurzerhand eine andere Marsch-Piste auserkoren: die Bruchstraße. So marschieren die Schützen diesmal vom Hotel "Altes Olpe" in Dreier-Formation bis zur Winterbergstraße.
An Altbewährtem hält der Vorstand auch im Hinblick auf die musikalischen Akzente fest: Für den guten Ton beim Olper Schützenfest sorgt
das Luftwaffenmusikkorps III aus Münster: Das Bundeswehrorchester spielte bereits 1998 und die Jahre davor in der Kreisstadt, ebenso im Jahr 1997 beim Olper Schützenball. Bei der Tanzmusik auf dem
"Ümmerich" setzen die Luftwaffenmusiker auf Non-Stop-Sound: Sie spielen gleich mit zwei Combos auf. Muss die eine verschnaufen, greift die andere zu den Instrumenten.
Neue Wege beschreitet der St.-Sebastianus-Schützenverein mit Einladung an die Senioren: Bevor am Freitag, 14. Juli, bei der
traditionellen Beffprobe der Run auf den "Ümmerich" einsetzt, sollen ab 15 Uhr die älteren Bürger feiern können. Mit Bussen werden sie abgeholt und wieder in die Stadt gebracht. "In aller Ruhe, ohne
Gedränge und auf Kosten des Vereins können die Senioren Ümmerich-Luft schnuppern", hebt Meinolf Schneider von der Wirtschaftskommission hervor. Eine Luft, die offenbar locker jedes Heilbad in den Schatten
stellt. Schneider: "So mancher Kranke ist hier oben schon wieder gesund geworden."
Was wohl auch an dem traditionellen Ümmerich-Gebräu gelegen hat. Und das gibt´s in diesem Jahr wieder zum Preis von 2,50 Mark pro 0,25-Liter-Glas.
"Wir haben die Erhöhung der Brauerei gut umschifft", hebt Meinolf Schneider hervor. Beste Voraussetzungen also für die Biertrinker, die sich im letzten Jahr immerhin 62 300 Liter Gerstensaft hinter die
Binde kippten.
Hinzu kommt noch, dass die Olper Schützen mit einer weiteren Zapfstelle etwaigen Versorgungsengpässen vorbeugen. "Oberhalb des
Eingangsbereichs wird eine Standfläche für ein Bierrondell mit Sitzmöglichkeiten unter den Bäumen geschaffen", verspricht Ralf Lorenz von der Baukommission.
Düster dagegen die Aussichten für alle, die sich von Samstag bis Montag den Zutritt zum Ümmerich erschummeln wollen. Zum einen soll eine
neue Dornenhecke kletterfreudige Zeitgenossen abhalten, zum anderen wird verstärkt darauf geachtet, dass die mit Namen versehenen Eintrittskarten auch wirklich getragen werden. Für alle, die die Billets nicht an die
Schützenkappe stecken wollen oder - mangels Mütze - keinen Platz dafür habe, gibt´s am Eingang Sicherheitsnadeln.
Hinzu kommen "fälschungssichere Biermarken" (Meinolf Schneider), und: Auch die Eintrittsbanderolen sind besonders
gekennzeichnet. Rendant Alfred Neuhaus: "Wir haben den Verdacht, dass vor allem Auswärtige auf den Dorffesten Banderolen gesammelt und dann geschaut haben, welche Farbe an welchen Tag in Olpe dran ist."
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