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Schützenball

WP v. 18.01.99
990118 wp-s1b

Bild: Schützenkönig Thomas Wurm führte mit seiner Frau Margarethe die Polonaise beim Ball der Bälle in der Stadthalle traditionsgemäß an.  Foto: Walter Ackerschott

Entscheidung für heimische Musikkapellen war goldrichtig
Olper Schützenball: Zuhörer belohnten Konzert mit viel Beifall
Olpe. (rt) "Sag einfach: Es war schön!" antwortete die Gattin von Major Paul Imhäuser als er sie nach dem begeisternden Konzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Iseringhausen fragte, was er denn nun sagen sollte.
  Er hätte auch nichts zu äußern brauchen, der donnernde Beifall und die stehenden Ovationen, womit die Zuhörer in der vollbesetzten Olper Stadthalle vier Zugaben durchsetzte, hatte schon alles gesagt.
  Die Beifallsstürme, mit denen sich das Publikum für die hervorragenden Darbietungen der 60 Musiker aus Iseringhausen unter der Leitung von Bernhard Reuber bedankte, waren Beweis dafür, daß der Entschluß des des Olper Schützenvorstandes richtig war, heimische Musikkapellen als Festmusik beim Ball der Bälle zu verpflichten.
  Unterbrochen wurde das Konzert von zwei Ansprachen. Major Paul Imhäuser begrüßte das amtierende Königspaar Thomas und Margarethe Wurm. Als prägendes Ereignis nannte er die Einweihung des Geschichtsbrunnens auf dem Kurkölner Platz, wo der St.-Sebastianus-Schützenverein als Teil der Olper Geschichte verewigt ist, und den 70. Geburtstag von Pfarrer Karl-Wolfgang Müller, der als Schützenvikar in Olpe "das schönste Amt, welches ein Geistlicher in der Erzdiözese Paderborn erreichen kann" innehabe.
  Der Major nannte auch die Jubelkönige dieses Jahres. Vor 25 Jahren bekleidete Hans Loeser und seine Frau Regine die Königswürde. Im selben Jahr löste Josef Koch als Major seinen Vorgänger Josef Kraft ab. Unvergessen ist der bereits verstorbene Schützenbruder und Offizier Ludwig Sondermann, der 1959 den Vogel schoß.
  Vor 50 Jahren waren Heinrich Heller und seine Frau Regine das zweite Königspaar nach dem zweiten Weltkrieg. Erinnert wurde auch noch an "den Schützenbruder des 20. Jahrhunderts schlechthin", Herbert Hesse, der 1929 die Königswürde errang. Als Schützenmajor habe er wie kaum ein anderer Schützengeschichte geschrieben.
  Schützenkönig in Olpe zu sein, sei ein "bärenstarkes Erlebnis", sagte Schützenkönig Thomas Wurm. Außerdem sei es an der Zeit gewesen sei, daß ein Mann namens Wurm einmal das Olper Schützenvolk regiere, weil in der 300jährigen Tradition der Name Harnischmacher immer wieder, der Name Wurm noch nie aufgetaucht sei. Sein Dank galt allen, die ihm in seiner bisherigen Amtszeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten.




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